In Ceylon wird ausschließlich natürliche Wärmebehandlung angewendet, keine Infusion!


Warum sind Saphire hitzeempfindlich?
Saphire werden erhitzt, um ihre Farbe zu intensivieren und ihre Reinheit zu verbessern. Dieses gängige und anerkannte Verfahren simuliert natürliche geologische Erhitzungsprozesse und verwandelt blasse oder trübe Steine in leuchtende, brillante blaue, gelbe, rot-rosa und farblose (weiße) Saphire. Über 90–95 % aller Saphire werden so behandelt.
Saphire werden mittels Mundluft oder Fächerung auf Temperaturen zwischen 500 °C und 800 °C erhitzt. Diese Methoden waren in Ceylon weit verbreitet, bis 1984 der moderne „Lakmini-Gasofen“ erfunden wurde. Moderne Methoden sind deutlich ergebnisorientierter als traditionelle.
Welche Wärmebehandlungsverfahren gibt es?




Natürliche Wärmebehandlungsverfahren
Im Allgemeinen gibt es zwei Methoden zur natürlichen Wärmebehandlung von Saphir.
Traditionelle natürliche Methoden
Moderne natürliche Methoden
Saphire werden in Gas-, Diesel- und Elektroöfen auf Temperaturen zwischen 1000 °C und 1900 °C erhitzt. Das Gasverfahren wurde vorwiegend in Ceylon mit dem „Lakmini-Gasofen“ angewendet. Gelegentlich wird, je nach Steinart, auch eine Kombination aus Gas- und Elektroofen eingesetzt, um einen guten Glanz zu erzielen.
Methoden der Wärmebehandlung
Üblicherweise gibt es zwei Methoden zur Wärmebehandlung von Saphiren.
Methoden zur Infusion von Spurenelementen


Saphire werden auf 1300 °C bis 1800 °C erhitzt und abgekühlt. Anschließend werden sie mit Spurenelementen wie Beryllium, Titan oder anderen beschichteten Elementen erneut erhitzt. Diese Methoden sind in Ceylon nicht anerkannt, da der Edelstein durch die Beimischung von Fremdstoffen seine Natürlichkeit verliert.
Methoden zum Füllen von Bleiglas


Saphire werden auf Temperaturen zwischen 900 °C und 1400 °C erhitzt und anschließend abgekühlt. Danach werden sie mit beschichtetem Bleiglaspulver und anderen Chemikalien erneut erhitzt, um die Risse im Glas zu füllen. Diese Methoden sind in Ceylon nicht anerkannt, da der Edelstein durch die Beimischung von Fremdstoffen seine Natürlichkeit verliert.
Welche Art von Saphiren wird erhitzt?
Diese besonderen Saphire werden Geuda-Saphire genannt und weisen ein milchiges, undurchsichtiges, gräuliches oder trübes Blau, Rosa, Gelb oder Violett auf. 70 % der weltweit verfügbaren, erhitzten Saphire stammen ausschließlich aus Sri Lanka.


Woran erkennt man, ob der Edelstein erhitzt wurde oder nicht?
Am besten ist es, den Edelstein einem gemmologischen Labor vorzulegen. Dort erhalten Sie auf Wunsch ein Zertifikat. Sie können selbst prüfen, ob Sie über Kenntnisse in Gemmologie verfügen und die notwendigen Prüfgeräte besitzen. Erfahrene Edelsteinhändler können Edelsteine oft schon durch genaues Betrachten identifizieren, aber auch sie irren sich gelegentlich.


